Unser Rundbrief im November 2025: Briefmarathon

Menschen

Für viele Menschen hat am Montag dieser Woche der Countdown bis Weihnachten begonnen. Menschenrechtsverteidiger:innen dagegen fiebern dem 10. Dezember entgegen – dem Tag der Menschenrechte. Er erinnert uns an die Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte im Jahr 1948.

Zum Jahresende gibt es bei Amnesty International immer eine große Aktion: den Briefmarathon. Deshalb möchte wir heute nicht auf einen einzelnen Fall hinweisen, sondern gleich auf acht unterschiedliche Fälle, für die ihr euch einsetzen könnt.

Im Rahmen des Briefmarathons setzt sich Amnesty International dieses Jahr für die Rechte folgender Menschen ein:

  • Sonia Dahmani aus Tunesien: Sie ist Anwältin, TV- und Radio-Kommentatorin und setzt sich seit langem für die Menschenrechte in Tunesien ein. Sie sitzt seit anderthalb Jahren unter unmenschlichen Umständen im Gefängnis.
  • Juan López aus Honduras: Er war Menschenrechtsverteidiger und Umweltschützer, der sich für den Schutz von Flüssen und Wäldern einsetzte, die durch Bergbau- und Energieprojekte bedroht sind. Er wurde am 14. September 2024 in seinem Auto erschossen.
  • Unecebo Mboteni aus Südafrika: Der dreijährige Unecebo fiel in seiner Kita in eine marode Latrine und starb. In Südafrika sind Schulen und Kindergärten oft nicht sicher, wodurch in den letzten Jahren immer wieder solche Unfälle vorgekommen sind.
  • Damisoa aus Madagaskar: Er lebt mit seiner Familie unter menschenunwürdigen Bedingungen in einem Auffanglager für Klimageflüchtete, ohne Zugang zu sauberem Wasser oder Gesundheitsversorgung.
  • Sai Zaw Thaike aus Myanmar: Er ist Journalist und hat über die Zerstörung nach einem Tropensturm berichtet. Sein Fall steht beispielhaft für die brutale Unterdrückung der Pressefreiheit unter der Militärjunta in Myanmar.
  • Ellinor Guttorm Utsi aus Norwegen: Sie ist die Sprecherin einer Gemeinschaft von Rentierhirt:innen und setzt sich in Norwegen für die Rechte des indigenen Volkes der Sámi ein, die durch geplante Windparks gefährdet sind.
  • Aktivistinnengruppe „Guerreras por la Amazonía“ aus Ecuador: Die Gruppe junger Frauen setzen sich im ecuadorianischen Amazonasgebiet gegen Abfackelanlagen der staatlichen Ölindustrie ein, die die Umwelt und die Gesundheit der Bevölkerung bedrohen.
  • Aktivist:innengruppe „Mother Nature Cambodia“ aus Kambodscha: Seit 2013 kämpfen die Aktivist:innen für den Schutz der Umwelt in Kambodscha und werden dafür hart bestraft. Fünf von ihnen sitzen aktuell im Gefängnis.

Ihr könnt euch ganz einfach online unter www.amnesty.de/amnesty-briefmarathon für die Menschen einsetzen. Dort findet ihr auch ausführliche Informationen zu den einzelnen Fällen.

Dass der Briefmarathon wirkt, zeigen viele Beispiele, auch aus dem letzten Jahr. Beispielsweise wurde die angolanische TikTokerin Neth Nahara im Januar 2025 aus der Haft entlassen und die türkische Menschenrechtsaktivistin Şebnem Korur Fincancı wurde im Februar 2025 freigesprochen . Weitere Erfolge des Briefmarathons könnt ihr hier nachlesen: www.amnesty.de/briefmarathon-erfolge